|
Donnerstag, 3. Mai 2012 |

Liebe Radsportfreunde,
zwischen der Türkei-Rundfahrt und dem Rennen in Frankfurt am 1. Mai lag nur ein Tag Pause. Als Nationalmannschaft waren wir ein gutes Team und ich muss gestehen, ich war schon ein wenig überrascht, dass ich mit der Spitze am Berg mithalten konnte, da die Turkei-Rundfahrt sehr schwer war. Die Form ist also gar nicht schlecht!
Tony Martin und seine drei Begleiter waren am Dienstag richtig stark. Nach den schweren Taunus-Anstiegen hatte ich mit Christian Knees im Finale nur noch einen Helfer an meiner Seite, so dass wir pokern mussten, ob das Feld die vier Ausreißer würde stellen können. Dann hätte er sich kurz vor dem Ziel vor mich spannen und so den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen können.
Der fünfte Platz ist übrigens mein bisher bestes Resultat in Frankfurt. Somit bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden. Auch die Mannschaft war sehr gut aufgestellt. Wir waren in allen Gruppen vertreten und haben mehr als nur Wörtchen mitgeredet.
Im Anschluss an das Rennen bin ich von Frankfurt aus zusammen mit Danilo Hondo, John Degenkolb und Marcel Sieberg nach London geflogen und wir haben uns den Kurs des Olympischen Straßenrennens angeschaut.
Wir hatten zwar zwei tolle Guides dabei, doch gegen den wegen einer Baustelle gesperrten Boxhill waren auch sie machtlos. Wir versuchten zu improvisieren und fuhren so weit es ging über die Baustelle, mussten dann aber leider nach einem Kilometer wieder umkehren und die Strecke in entgegengesetzer Richtung fahren. Doch auch so kamen wir nicht ganz durch – es bleiben 600-800 Meter unbesichtigter Strecke.
Die schwierigste Passage des 15,5 km langen Rundkurses ist der Boxhill, aber für einen Sprinter, der halbwegs über die Berge kommt, sollte auch das machbar sein.
Jetzt hoffe ich natürlich auf die Qualifikation für Olympia und auf das beste Team für Deutschland.
Bis bald Euer André
Foto: Artur Tabat |
|